Datenschutz bei der Nutzung der Plattform

Diese Seite beschreibt, was mit den Daten geschieht, die Kunden über Mittaro versenden.

Für den bloßen Besuch dieser Website gilt eine andere Erklärung: Datenschutz (Website).

1. Wer ist wofür verantwortlich

Die Trennung dieser beiden Rollen ist der Ausgangspunkt für alles Weitere.

| | Verantwortlicher | Wir sind | | --- | --- | --- | | Inhalt und Empfänger einer versendeten Nachricht | unser Kunde | Auftragsverarbeiter (Art. 28 DSGVO) | | Konto-, Vertrags- und Abrechnungsdaten unserer Kunden | wir | Verantwortlicher |

Praktisch heißt das: Wir entscheiden nicht, an wen unsere Kunden schreiben und was darin steht. Wir verarbeiten diese Daten weisungsgebunden und ausschließlich, um die Nachricht zuzustellen. Eine Nutzung für eigene Zwecke — Auswertung, Profilbildung, Training von Modellen, Weitergabe — findet nicht statt.

Wer als Empfänger einer über Mittaro versendeten Nachricht Auskunft möchte, wendet sich an den Absender. Wir dürfen als Auftragsverarbeiter über dessen Daten keine Auskunft erteilen und leiten Anfragen an den Verantwortlichen weiter.

2. Welche Daten verarbeitet werden

Zur Zustellung notwendig:

  • Absender- und Empfängeradresse
  • Betreff sowie HTML- und Textteil der Nachricht
  • technisch notwendige Kopfzeilen
  • Zeitpunkt, Zustellstatus und SMTP-Antwortcode des Empfängerservers

Nicht verarbeitet:

  • Öffnungen und Klicks. Es gibt kein Zählpixel, kein Umschreiben von Links und keine Tracking-Domain. Diese Funktion ist nicht abgeschaltet, sondern nicht vorhanden.
  • Anhänge. Die Schnittstelle nimmt sie in der ersten Fassung nicht an.
  • Verhaltens- oder Interessendaten von Empfängern.

3. Wie lange gespeichert wird

Der Nachrichteninhalt wird nach der Übergabe an den Mailserver gelöscht — im Standard sofort, spätestens nach 24 Stunden. Diese Obergrenze ist technisch erzwungen und lässt sich nicht anheben.

| Daten | Standard | Obergrenze | | --- | --- | --- | | Betreff, HTML und Text | sofort nach Versand | 24 Stunden | | Empfängeradresse im Klartext | sofort nach Versand | 24 Stunden | | Metadaten (Status, Zeiten, SMTP-Code) | 7 Tage | 90 Tage | | Zustellereignisse | 7 Tage | 90 Tage | | Protokolle des Mailservers | 72 Stunden | 72 Stunden | | Unterdrückungsliste (gehashte Adressen) | unbefristet | — | | Öffnungen und Klicks | — | wird nicht erhoben |

Die Standardwerte lassen sich pro Projekt verkürzen. Sicherungskopien werden nach 30 Tagen überschrieben; bis dahin können gelöschte Daten dort noch enthalten sein. Nach einer Wiederherstellung werden zwischenzeitliche Löschungen erneut angewendet.

4. Unterdrückungsliste und gehashte Adressen

Adressen, die dauerhaft unzustellbar sind oder sich beschwert haben, werden gesperrt, damit nicht weiter an sie gesendet wird. Dafür speichern wir die Adresse nicht im Klartext, sondern als Prüfwert, der mit einem geheimen Schlüssel gebildet wird.

Das ist eine Pseudonymisierung, keine Anonymisierung: Ein solcher Prüfwert bleibt ein personenbezogenes Datum im Sinne des Art. 4 Nr. 5 DSGVO. Wir bezeichnen ihn deshalb nicht als anonym.

5. Verschlüsselung

Verbindungen zu Empfänger-Mailservern werden nach Möglichkeit per TLS verschlüsselt. Ob der Empfängerserver TLS unterstützt, liegt außerhalb unserer Kontrolle.

Das ist keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Wir sehen den Klartext in dem Moment, in dem wir die Nachricht übergeben — genau deshalb löschen wir ihn danach.

Ruhende Daten liegen auf verschlüsselten Datenträgern; Zugangsdaten und Schlüsselmaterial zusätzlich gesondert verschlüsselt.

6. Ort der Verarbeitung

Verarbeitung und Speicherung Ihrer Nachrichten finden ausschließlich in Rechenzentren in Deutschland statt (Falkenstein und Nürnberg). Zahlungs- und Rechnungsdaten werden in der EU verarbeitet (siehe Ziffer 7).

Was wir nicht zusichern können: dass Daten Deutschland niemals verlassen. Eine versendete Nachricht geht an den Mailserver des Empfängers, und der steht dort, wo der Empfänger ihn betreibt. Der Empfänger-Mailserver ist damit ein eigener Empfänger im datenschutzrechtlichen Sinne, den weder wir noch unser Kunde auswählen.

7. Unterauftragsverarbeiter

Für Ihre Nachrichten: ein einziger Unterauftragsverarbeiter

Hetzner Online GmbH, Industriestr. 25, 91710 Gunzenhausen, Deutschland — Server, Netzwerk, Objektspeicher und DNS in Rechenzentren in Deutschland. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO liegt vor.

Hetzner ist der einzige Unterauftragsverarbeiter im Sinne unseres Auftragsverarbeitungsvertrags mit Ihnen — also der einzige Dritte, der mit Nachrichteninhalten oder Empfängeradressen in Berührung kommt.

Für Zahlung und Rechnung: kein Unterauftragsverarbeiter

Stripe Payments Europe, Ltd., Dublin, Irland wickelt Zahlungen, Abonnements und Rechnungen ab. Das ist bewusst getrennt aufgeführt, weil es eine andere Rolle ist: Für Ihre Stamm- und Zahlungsdaten sind wir selbst Verantwortlicher, nicht Ihr Auftragsverarbeiter. Stripe ist deshalb unser Dienstleister — und keine Anlage zu Ihrem Auftragsverarbeitungsvertrag.

Was Stripe nicht bekommt: keine Nachrichteninhalte, keine Empfängeradressen, keine Zustelldaten. Die Zahlungsschiene ist von der Sendeschiene technisch getrennt; ein Ausfall oder Wechsel des Zahlungsdienstleisters berührt den Versand an keiner Stelle.

Wir benennen dabei ausdrücklich, was daran unbequem ist: Stripe Payments Europe ist eine irische Gesellschaft, ihre Muttergesellschaft sitzt in den USA. Für Ihre Zahlungsdaten besteht damit ein Drittlandbezug, für Ihre Nachrichten nicht. Kartendaten erreichen unsere Systeme zu keinem Zeitpunkt — die Eingabe erfolgt direkt bei Stripe.

Weitere Dienstleister sind nicht beteiligt. Quellcode, Aufgabenverwaltung und Auslieferung laufen über eine selbst betriebene GitLab-Instanz. Überwachung, Protokollierung, Fehlerberichte und Schlüsselverwaltung betreiben wir auf eigener Infrastruktur.

Ausdrücklich ausgeschlossen sind unter anderem Google Analytics, Cloudflare, Sentry, Mixpanel, Sitzungsaufzeichnungen sowie sämtliche KI- und Sprachmodell-Schnittstellen. Kundeninhalte werden niemals an eine KI-Schnittstelle gesendet und nicht für Training verwendet — auch nicht zur Spam-Erkennung, im Support oder bei der Fehlersuche.

Eine Änderung dieser Liste wird Bestandskunden vorab angekündigt.

8. Zugriff durch Beschäftigte

Ein Zugriff auf Kundendaten findet nur statt, soweit er für Betrieb, Fehlersuche oder Missbrauchsabwehr erforderlich ist. Ein Zugriff auf Nachrichteninhalte über die Schnittstelle ist technisch nicht vorgesehen: Es gibt keinen Endpunkt, der den Text einer versendeten Nachricht zurückgibt — weder für Kunden noch für uns.

Sicherheitsrelevante Vorgänge werden in einem fortlaufenden Protokoll mit Prüfkette festgehalten, in dem sich nachträgliche Änderungen erkennen lassen.

9. Auftragsverarbeitungsvertrag

Wir schließen mit unseren Kunden einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Er regelt Weisungsbindung, Vertraulichkeit, technische und organisatorische Maßnahmen, Unterauftragsverarbeiter, Unterstützung bei Betroffenenrechten, Meldung von Datenschutzverletzungen sowie Löschung und Rückgabe bei Vertragsende.

10. Rechte der betroffenen Personen

Empfängerinnen und Empfänger von Nachrichten wenden sich an den Absender; dieser ist Verantwortlicher. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Beantwortung solcher Anfragen mit den dafür vorgesehenen Werkzeugen.

Die kurzen Löschfristen aus Ziffer 3 sind dabei kein Hindernis, sondern eine Erleichterung: Was nicht mehr vorhanden ist, muss nicht herausgegeben, berichtigt oder gelöscht werden.

Für Konto-, Vertrags- und Abrechnungsdaten unserer Kunden sind wir selbst Verantwortlicher. Dort gelten die Rechte aus Art. 15 bis 21 DSGVO uns gegenüber; gesetzliche Aufbewahrungsfristen (§ 257 HGB, § 147 AO) bleiben unberührt.

11. Kontakt

P&A Development GmbH, Schloßstraße 8, 74388 Talheim E-Mail: info@pandadev.de

Stand: 14. August 2026